Eine andere Art von grenzüberschreitendem Journalismus

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Die Donaubrücke – Ruse-Giurgiu (foto: Yavor Michev)

Darstellung einer journalistischen Erfahrung aus dem Blog “Die Brücke der Freundschaft”

Vladimir Mitev

Dieser Artikel ist eine leicht verbesserte Version einer Publikation, die auf einer Konferenz zum Thema Journalismus der Universität Veliko Tarnovo im November 2018 präsentiert wurde.

Die EU betrachtet den Begriff “Grenze” auf eine neue Art und Weise. Von einer die Völker trennenden Mauer verwandelt sich die europäische Grenze in eine magische Linie, hinter der die Verständigung, das Bekanntmachen und die Zusammenarbeit mit den Nachbarn beginnen. Die “Überschreitung der Grenze” wird zum Objekt einer Vielzahl von Berichten und Strategien der Union, die auf grenzüberschreitende Verbindungen hofft (siehe zum Beispiel Europäische Kommission 2017: 1 und 2017:2).
Laut einer Mitteilung der Europäischen Kommission an den Europäischen Rat und das Europäische Parlament vom 20. September 2017 machen die Regionen mit Binnengrenzen in der EU 40% des Territoriums der EU aus. Innerhalb dieser Grenzen leben 30% der Bevölkerung – 150 Millionen Menschen. Diese erwirtschaften 30% des BIP der EU. 1,3 Millionen Arbeitnehmer reisen grenzüberschreitend, um zur Arbeit zu gehen (Europäische Kommission 2017: 3).

Die europäischen Grenzen werfen auch das Problem des grenzüberschreitenden öffentlichen Raums auf (Heinderyckx, François 2016). Genau hier kann der grenzüberschreitende Journalismus eine besondere Rolle spielen.

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Vladimir Zlatarsky: Auf dem Balkan ist das Misstrauen zwischen den Völkern groß, doch heute lernen sich Rumänen und Bulgaren auf natürlichem Wege ohne Vermittler kennen

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Das Buch von Vladimir Zlatarsky ging 2018 in Druck (Foto: Vladimir Mitev)

Ein Interview mit dem Wissenschaftler am Institut für Geschichtsforschung bei der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften zu seinem Buch “Die Unaufrichtigen”, das die Beziehungen zwischen Rumänien, Bulgarien, Deutschland und Österreich-Ungarn am Vorabend des Ersten Weltkriegs und die gegenwärtigen rumänisch-bulgarischen Beziehungen widerspiegelt

Vladimir Mitev

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Vladimir Zlatarsky (Foto: Vladimir Zlatarsky)

Dozent Dr. Vladimir Zlatarsky ist Wissenschaftler am Institut für Geschichtsforschung bei der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften. Er untersucht die Geschichte Bulgariens ab Ende des 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts unter dem Blickwinkel der internationalen Beziehungen. Er ist Experte auf dem Gebiet der Geschichte der bulgarisch-deutschen und bulgarisch-österreichischen Verbindungen sowie der Balkanistik. Er ist Autor der Monographien „Das Reich und das Königreich. Die deutsche Präsenz in Bulgarien 1933-1940“ (2014) und „Die Unaufrichtigen. Bulgarien, Rumänien und die Mittelmächte 1913-1914“ (2018).

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